Die traurige Pflicht
Wurdest geboren
Kamst als Winzling zu uns
Hast nie in deinem Pelz gefroren
Strebtest stets nach unserer Gunst
Hattest die Treue im Herzen
Und auch in den Augen
Hast immer gegeben ohne zu saugen
Halfst uns gegen Schmerzen
Wurdest geliebt und getragen
Aufrichtig und ehrlich
Musstest Dich nie entsetzlich plagen
Warst für uns so unentbehrlich
Sehe ich in Dein Gesicht
Erblicke ich die schlimme Pflicht
Dich zu erlösen von der Qual
Ich habe keine andre Wahl
Keine Kraft mehr um zu gehen
Nicht von Dauer ist Dein Stehn
Keinen Hunger den Du stillst
Kein Wasser dass Du trinken willst
Oh lieber Gott ich liebe ihn
Warum muss er von mir gehen
Wieso muss ich wann entscheiden
Ihn zu erlösen von seinem Leiden
Ich streichle und ich küsse Dich
Ich sag zu Dir vergiss mich nicht
Ich muss es tun ich will es nicht
Denk daran ich liebe Dich!
Der letzte Gang
Bin ich dereinst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält Dich und mich wach,
was Du dann tun musst tue es allein,
die letzte Schlacht wird verloren sein.
Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich
wohl,
doch Deine Hand vor Kummer nicht zögern
soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss ...
... Deine Freundschaft das schwerste
bestehen!
Wir lebten In Jahren voller Glück,
Du hast Furcht vor dem \"Muss\",
doch
es gibt kein zurück!
Du möchtest doch nicht, dass ich leide
dabei,
drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich
frei!
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss,
nur bleibe bei mir bis zum Schluß!
Und halte ...
... mich fest und red\' mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh\'.
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es
wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen,
vertrautes Wedeln ein letztes Mal,
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual!
Und gräm Dich nicht, wenn Du es dann bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Mein ...
... Freund für immer ich vergesse Dich
nimmer.
Wir waren beide so innig vereint,
es soll nicht sein, dass Du nun um mich
weinst.
Bitte bleib noch einen Tag!
Lange kannte ich dich nicht,
da standest du schon bei Gott vor Gericht.
Ich wollte das nicht verstehen
und ließ dich nicht gehen.
Ich dachte, daß ich ohne dich nicht leben
mag
und bat dich: \"Bitte bleib\' noch
einen Tag.\"
Ein Blick in deine frohen Augen
und wir hatten uns gefunden
hast so gern getobt, gespielt
warst mein Trost in schweren Stunden.
Deinen Kopf, den streichel\' ich.
Was hier passiert, versteh\' ich nicht.
Ich glaube nicht, daß ich deinen Tod
ertrag´,
\"Bitte bleib\' noch einen
Tag.\"
Beim letzten Schritt, da halt\' ich
dich.
Dein Blick sagt mir: \"Ich liebe
dich.\"
Hab deine Wärme noch gespürt
doch du bewegtest dich nicht mehr
alles Leben plötzlich fort
in mir ist alles leer.
Tränen in den Augen
verschleiern mir den Blick
du fehlst mir so
und kehrst nie mehr zurück.
Hast mich immer treu begleitet
ich dank dir so dafür
Dein platz in meinem Herzen
sei gewiß, bleibt immer hier.
Gute Zeiten hatten wir,
komm zurück und bleib bei mir.
Zu spät, es ist vorbei.
Meiner Kehle entrinnt ein Schrei.
Nie werde ich dich vergessen,
kein Hund kann sich an dir messen
Die Regenbogenbrücke
Eine Brücke verbindet den Himmel und die
Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die
Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land
mit Wiesen,
Hügeln und saftigen, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für
immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer was zu fressen und zu
trinken,
und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung
und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag
zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen
innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und
fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat dich gesehen.
Und wenn du und dein spezieller Freund sich
treffen,
nimmst du ihn in deine Arme und hälst ihn
fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und
wieder,
und du schaust endlich glücklich in die
Augen
deines geliebten Tieres,
das solange aus deinem Leben verschwunden
war,
aber nie aus deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke
des Regenbogens,
und ihr werdet nie wieder getrennt sein...
Die Rückkehr zur Regenbogenbrücke
Ein Hund kam an der Regenbogenbrücke an und
ein Rudel von Hunden kam, um ihn zu
begrüßen.
Er war darauf gefasst, dass er nun
angegriffen würde, aber das war die erste
Meute, die einfach nur mit der Rute wedelte.
Anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn
einfach. Es war wunderschön da und jeder war
ganz lieb zu ihm. Keiner von ihnen war in
einer Welpenfabrik geboren worden, so wie er
damals, und dann als Kampfhund benutzt, um
dann in der Gosse zu sterben, weil er eine
hässliche Promenadenmischung war.
Sie erklärten ihm, dass sie auf ihre
Herrchen
warten würden, die sie so geliebt hatten.
Was ist Liebe? fragte der kleine Hund und
Gott schickte ihn auf die Erde zurück, um
das
herauszufinden.
Warm und dunkel war es und er wartete
zusammengekauert mit den anderen darauf,
geboren zu werden. Ängstlich wartete er bis
zuletzt, bis er dann an den Hinterbeinchen
herausgezogen wurde.
Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und
trockneten ihn ab. Sie zeigten ihm, wo es
einen Schluck warmer Milch gab. Er hatte
nicht die Kraft dazu, sich lange an der
Zitze
festzuhalten.
Seine Brüder und Schwestern waren weitaus
kräftiger als er selber und stießen ihn
immer
wieder zur Seite. Die Menschenhand drückte
die anderen Welpen ein wenig zur Seite und
hielten seinen Körper, während er sich satt
trank.
Er trank bis er erschöpft war und schlief
dann zusammengekuschelt bei seiner Mutter
ein.
Ich erinnere mich genau, sagte er erfreut.
Zu
dumm, dass ich erwachsen werden musste und
hinaus in die Kälte und Nässe musste, um
dort
zu kämpfen und als Verliererhund zu sterben.
Ich erinnre mich, was es heißt, ein
ungeliebter Hund zu sein, dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter zu und
versuchte zu trinken, aber er fiel immer
wieder auf die Seite. Wenn die anderen
vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der
Bauch geleckt und er konnte nur noch die
Restmilch trinken, die die anderen übrig
gelassen hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm
geholfen hatte.Die Zitzen waren immer schon
leer, wenn er an der Reihe war und es war
schon schwer genug, aufzustehen. Er war noch
so klein und so schmächtig. Er fiel auf den
Rücken und war zu schwach, um sich wieder
aufzurichten. So begann er zu schreien.
Sofort war die Menschenhand wieder da und
gab
ihm einen Gumminippel in das Mäulchen. Es
war
nicht so gut wie die Milch seiner Mutter
aber
es war warm und vertrieb die Schmerzen in
seinem Bauch. Er hatte Probleme mit der
Atmung, weil seine Lungen nicht voll
ausgereift waren. Er hatte einfach zu lange
gebraucht, um den anderen in die Gebärmutter
zu folgen, als er die letzte Chance von der
Regenbogenbrücke wahrnahm.
Er konnte den Herzschlag des Menschen
spüren,
der ihn, zugedeckt mit einem weichen warmen
Tuch, auf den Bauch genommen hatte. Das
hielt
seinen kleinen knochigen Körper schön warm
und das sanfte Streicheln hatte ihn sehr
beruhigt.
Er dachte wieder an seine neuen Freunde an
der Regenbogenbrücke und fragte Gott, ob er
wohl dahin zurück dürfte.
Gott sagte: JA, aber jetzt noch nicht.Du
sollst erleben, was Liebe ist. So wurde der
Kleine für einige Std. geliebt
Der Mensch gab ihm seine Milch und die Wärme
und Liebe seiner Mutter wieder.
Er wurde agiler und der Mensch nahm ihn
immer
öfter aus seinem Nest, um ihn zu liebkosen
und zu küssen.Und jetzt konnte er auch die
tiefe Liebe eines Menschen zu einem Hund wie
ihm, spüren.
Dann kam Gott und fragte ihn: Bist du bereit
zu uns auf die Regenbogenbrücke zu kommen?
Ja, antwortete der kleine Hund mit Wehmut,
weil der Mensch ihn nicht gehen lassen
wollte
und zu weinen begann. Er ließ die Luft aus
seinen kleinen Lungen und ging zurück über
die Regenbogenbrücke. Dort schaute er auf
den
Menschen, der immer noch weinte und seinen
kleinen leblosen Körper in Händen hielt, den
er sich für diesen Ausflug geliehen hatte.
Danke Gott, sagte er. Liebe ist wunderbar
und
nun werde auch ich an der Regenbogenbrücke
auf meinen Menschen warten, um ihm beim
Eintreffen zu sagen, dass ich ihn auch sehr
geliebt habe.